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Christine LAGARDE wurde wieder am 14. November 2010 zur Ministerin für Wirtschaft, Finanz und Industrie in die Regierung FILLON berufen.
Sie wurde 1956 in Paris geboren, ihre Eltern waren Lehrer. Ihre Sekundarschulzeit verbrachte sie in Le Havre. Anschließend absolvierte sie mehrere Studiengänge mit folgenden Abschlüssen: DESS (durch den Masterabschluss ersetztes Hochschulstudium) in Arbeits- und Sozialversicherungsrecht an der Universität Paris-X, Maîtrise (Magister) in Englisch, Institut d'Etudes Politiques (Institut für Politikwissenschaften) in Aix-en-Provence, Holton Arms School (Bethesda, USA).
Nach Erlangung des Rechtsanwaltstitels bei der Rechtsanwaltskammer Paris 1981 wurde Christine LAGARDE Partnerin in der internationalen Kanzlei BAKER & MCKENZIE, wo sie sich auf die Gebiete Arbeits- und Wettbewerbsrecht sowie Merger und Aquisitionen spezialisierte. Nachdem sie 1995 zunächst Mitglied des internationalen Exekutivkomitees von BAKER & MCKENZIE war, wurde sie 1999 zu dessen Vorsitzender gewählt und 2004 zur Vorsitzenden des internationalen Strategiekomitees. Unter ihrer Leitung steigerte BAKER & MCKENZIE seinen Umsatz um 50% und schloss das Geschäftsjahr 2004 mit 1,3 Milliarden Dollar.
Als Christine LAGARDE im Juni 2005 von Premierminister Dominique de VILLEPIN in die Regierung berufen wurde, beschloss sie, ihre Kompetenz und Berufserfahrung in den Dienst ihres Landes zu stellen. In ihrer Position als beigeordnete Ministerin für Außenhandel hatte sie Gelegenheit, ihr Talent als Verhandlungsführerin im Rahmen der Welthandelsorganisation zu entfalten und die französischen Exporte zu fördern (Start des Handelsaktionsplans Cap Export). Nach einer kurzen Amtszeit als Ministerin für Landwirtschaft und Fischerei zu Beginn der Präsidentschaft von Nicolas SARKOZY wurde sie bei der Regierungsumbildung im Juni 2007 als erste Frau Wirtschafts- und Finanzministerin eines G-7-Staates. Ihre Ernennung wurde von der internationalen Presse einstimmig begrüßt.
Seitdem lenkt Christine LAGARDE die französische Wirtschaftspolitik in einer der schwersten Krisen seit dem Zweiten Weltkrieg. Sie war außerdem von Juli bis Dezember 2008 Vorsitzende des ECOFIN-Rates der Finanzminister der Europäischen Union. In dieser Zeit wurden unter ihrer Leitung einzigartige Maßnahmen zur Unterstützung des Finanzsystems und der europäischen Volkswirtschaften verabschiedet.
Mit ihrer regelmäßigen Teilnahme an den G-20-Treffen leistete Christine LAGARDE einen Beitrag zur Förderung einer internationalen Überwachungs- und Regulierungspolitik des Finanzsektors, insbesondere auf dem Gebiet der Gehälter und der nicht kooperativen Länder. Christine LAGARDE setzt sich für eine Global Economic Governance ein, um gemeinsam mit den G-20-Mitgliedsstaaten die Auswirkungen der Krise zu bekämpfen und sich vor den Auswüchsen eines unzureichend kontrollierten Finanzsystems zu schützen.
2009 belegte Christine LAGARDE auf der vom Wirtschaftsmagazin Forbes erstellten Liste der mächtigsten Frauen der Welt Rang 17, beim Wall Street Journal Europe nahm sie im Ranking der wichtigsten europäischen Geschäftsfrauen den fünften Platz ein. Außerdem wurde sie vom Nachrichtenmagazin Time unter die 100 besten Führungspersönlichkeiten der Welt gewählt. Die Financial Times hat sie zum besten Finanzminister der Europäischen Union des Jahres gekürt und laut einer für den frz. Radiosender RTL und die Tageszeitung Le Parisien durchgeführten Umfrage war sie am Jahresende die zweitbeliebteste Persönlichkeit in Frankreich. Christine LAGARDE ist Trägerin des “ Prix du Trombinoscope ” 2009, der jedes Jahr von der frz. Presse u.a. an den Minister des Jahres verliehen wird, und wurde laut einer Umfrage des frz. Nachrichtenmagazins Express von den Regierungsmitgliedern zum besten Minister gewählt. Sie steht außerdem an erster Stelle des Minister-Rankings des frz. Wochenmagazins Valeurs Actuelles.
Christine LAGARDE tritt als Präsidentin des Verwaltungsrates der Hochschule Sciences Politiques Aix-en-Provence die Nachfolge Philippe SEGUINS an.
Christine LAGARDE ist Mutter von zwei Kindern und war Mitglied der französischen Nationalmannschaft der Synchronschwimmer. Im Juli 2000 wurde ihr der Orden eines Ritters der Ehrenlegion verliehen.
© Ministère de l'Économie, des Finances et de l'Industrie - 14 décembre 2009 - modifié le 17 novembre 2010
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